"Spontandiskussion" in Oldenburg
Kurzfristig wurde bekannt, dass in einem ehemaligen Lebensmittelgroßmarkt in Oldenburgs Stadtteil Etzhorn bis zu 500 Geflüchtete untergebracht werden sollen.
Am Freitag tauchten darauf hin kurzfristig Flyer auf, die zu einem „Spontantreffen“ einluden, um die „Folgen für die umliegenden Gewerbetreibenden und Bewohner“ zu diskutieren. Wahrscheinlich kommt diese Einladung aus der Neonaziszene. Dementsprechend kündigten sich im Vorfeld auch die Kameradschaft „Freies Oldenburg“ sowie der NPD-Unterbezirk Oldenburg an, vor der geplanten Unterkunft zu erscheinen. Bildquelle: „No Olgida“ (Facebook)
Auch am Briefkasten der zukünftigen Unterkunft waren Neonazisticker zu finden
Letztlich tauchte eine kleine Gruppe Neonazis aus Oldenburg und Friesland unweit der geplanten Unterkunft auf…
Unter ihnen Jens Wagenlöhner, langjähriger Neonaziaktivist aus Wilhelmshaven
Auch Daniela Bliesener aus Friesland fand sich in Oldenburg-Etzhorn ein. Sie verhielt sich von Anfang an äußerst aggressiv gegenüber Antifaschist*innen und Polizeikräften.
Links im Bild: Eckhard Aden, Vorsitzender des NPD-Unterbezirks Oldenburg
Daniela Blieser versuchte, Antifaschist*innen körperlich zu attackieren und wurde von der Polizei zurückgehalten.
Auch die eigenen „Kameraden“ mussten Bliesener stoppen.
Schließlich bekamen die Neonazis einen Platzverweis für den Bereich der geplanten Unterkunft und verließen den Ort des Geschehens.
Insgesamt fanden sich ca. 350 Menschen in Oldenburg-Etzhorn ein, um sich solidarisch mit Geflüchteten zu zeigen und rassistischer Hetze eine Absage zu erteilen.
Zitieren
Recherche Nord: "Spontandiskussion" in Oldenburg, Oldenburg, 10.10.2015.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2015-10-10/