Kundgebung gegen "Asylmissbrauch und Masseneinwanderung" in Wilhelmshaven
Zu einer Kundgebung "gegen Asylmissbrauch und Masseneinwanderung" rief die neue neonazistische Vernetzungsstruktur "Aktionsgruppe Weser/Ems" auf.
Die “Aktionsgruppe Weser/Ems” vernetzt vor allem Neonazis aus Oldenburg und der Region Friesland.
Mitorganisatorin Daniela Bliesener aus Schortens beleidigt via Megaphon ankommende Gegendemonstrant_innen
Der unlängst aus der Haft entlassene Neonazi Sören Surdyk betätigt sich als “Anti-Antifa”-Fotograf.
Die Beteiligung an der Kundgebung bleibt allerdings hinter den Erwartungen zurück. Anstatt der angemeldeten 50 Teilnehmer_innen erscheinen nur knapp über 30 Personen.
Anmelderin Vanessa Stindt aus Wittmund, Aktivistin der “Aktionsgruppe Weser/Ems”
Ein Kundgebungsteilnehmer erscheint mit einem Teppichmesser zur Kundgebung.
Als ihn die Polizei anspricht, lässt er das Messer in der Hosentasche verschwinden und entfernt sich von der Kundgebung.
Kundgebungsteilnehmer mit einem T-Shirt der rassistischen Hooligan-Vernetztung “Gemeinsam Stark Deutschland”.
Auch Vertreter_innen des örtliche PEGIDA-Ablegers “Wilgida” erscheinen zur Neonazikundgebung. Hier begrüßt der langjährige Neonaziaktivist Jens Malte Hillers “Wilgida”-Chef Volker Hillnhütter. Beide kennen sich durch die gemeinsame Mitgliedschaft im Rockerclub “Schwarzes Rudel Wilhelmshaven”, einem Gremium-Supporter-Club.
Links im Bild: NPD-Aktivist Albert Wille aus Uplengen (Ostfriesland).
Anmelderin Vanessa Stindt im Gespräch mit der Polizei.
“Wilgida”-Kopf Volker Hillnhütter (Bildmitte) im Gespräch mit Daniela Bliesener.
Ebenfalls vor Ort: Ingo Helge aus Schneverdingen, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD in Niedersachsen.
Bildmitte: Mitorganisator Eckhard Aden, Vorsitzender des NPD-Unterbezirks Oldenburg und Kopf der Kameradschaft “Freies Oldenburg”, die maßgeblich für die Initiierung der “Aktionsgruppe Weser/Ems” verantwortlich ist.
Kurzzeitig droht die Situation zu eskalieren, als Kundgebungsteilnehmer, hier “Wilgida”-Chef Volker Hillnhütter, versuchen, Gegendemonstrant_innen angreifen.
Jens Malte Hillers aus Wilhelmshaven, langjähriger Neonaziaktivist, überspringt das Absperrgitter, um Gegendemonstrant_innen anzugreifen.
Hillers kann von der Polizei zurückgehalten werden.
“Wilgida” und Neonazis vereint: Links im Bild Mirko Evers, Neonazi aus Wilhelmshaven. Rechts: Volker Hillnhütter
Auch der Wilhelmshavener Kevin O. kann nur schwer beruhigt werden.
Die “Aktionsgruppe Weser/Ems” verwendet ein Transparent der NPD, das mit eigenen Gruppenlogos beklebt wurde.
NPD-Funktionär Eckhard Aden aus Oldenburg zeigt offen einen Bezug zum Nationalsozialismus.
Sympathisanten am Rand der Kundgebung. Einige von ihnen nahmen bereits an einer PEGIDA-Kundgebung in Oldenburg teil.
Gastredner Johannes Welge, Aktivist der Partei “die Rechte”.
An den Absperrungen zur Kundgebung protestieren ca. 400 Menschen gegen die Naonazis. Deren Redebeiträge sind akustisch nicht zu verstehen.
Ungefähr eine Stunde dauerte die Kungebung der “Aktionsgruppe Weser/Ems”.
Nach dem Ende der Kundgebung lässt Daniela Bliesener es sich nicht nehmen, Gegendemonstrant_innen erneut per Megaphon zu beleidigen.
Zitieren
Recherche Nord: Kundgebung gegen "Asylmissbrauch und Masseneinwanderung" in Wilhelmshaven, Wilhelmshaven, 07.11.2015.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2015-11-07/