Kundgebung der AfD-Niedersachsen in Oldenburg
Rund 30 Anhänger*innen der "Alternative für Deutschland" (AfD) versammelten sich in am Freitag, 09.September auf dem Oldenburger Julius-Mosen-Platz.
Den Anlass bildete die am darauf folgenden Sonntag stattfindende niedersächsische Kommunalwahl, zu der auch die Oldenburger Afd Kandidat*innen stellte.
Ein Mitglied der sogenannten “AfD-Sicherheit Niedersachsen”. Die Mitglieder dieser Fraktion waren durch entsprechende Parteiabzeichen erkennbar.
Gerhard Vierfuß (hier links im Bilde), Sprecher der AfD Oldenburg/Ammerland sowie Kandidat für die niedersächsische Kommunalwahl 2016
Als Wahlkampfmobil der AfD Niedersachsen fungierte ein LKW, mit dem die AfD mehrere Orte Niedersachsens bereiste.
Die AfD Veranstaltung wurde von lautstarken Gegenprotesten begleitet. Die AfD griff auf Sicherheitskräfte zurück, welche bereits mit dem “AfD-Lkw” zum Veranstaltungsort anreisten.
Gerhad Vierfuß, Kandidat in der Stadt Oldenburg, begnügte sich mit einer kurz gehaltenen Rede, die im Lärm der Gegendemonstrant*innen unterging.
Auf einen Blick: Vier der fünf Kommunalwahl-Kandidat*innen in der Stadt Oldenburg: v.l.n.r.: Gerhard Vierfuß, Lidia Bernhardt, Christoph Brederlow, Thomas Hoyer.
Die Oldenburger AfD veröffentlichte ihre Kandidat*innen sehr spät und verzichtete weitestgehend darauf, diese der Öffentlichkeit vorzustellen. Hier nochmal Lidia Bernhardt und Christoph Brederlow
Christa Hoyer, Ehefrau von Thomas Hoyer (hier im Bild), meidet sogar komplett die Öffentlichkeit. In der Stadt Oldenburg tritt die AfD in vier von sechs Wahlbereichen an, in zwei Bereichen konnte die Partei nicht die erforderlichen Unterstützungsunterschriften sammeln.
Als Gastredner erschien Heiner Rehnen, AfD-Kommunalwahlkandidat für den Kreistag Emsland
Unter den Teilnehmer*innen der AfD-Kundgebung gehörten auch Personen, die Anfang 2015 an einer Kundgebung des Oldenburger PEGIDA-Ablegers teilnahmen.
Ebenfalls vor Ort: Sabina Eiermann, AfD-Kandidatin im Wahlbereich Borkum/Jemgum/Weener. Die Ostfriesin gehörte zum damaligen “OLGIdA”-Organisationsteam, die in der Vergangenheit an Veranstaltungen der “PEGIdA” anknüpfen wollte.
Als Hauptredner der nun durchgeführten Veranstaltung trat der Landesvorsitzende der niedersächsischen AfD: Armin Paul Hampel in Erscheinung
Doch auch von der Rede Hampels war wegen der lautstarken Gegenproteste nicht viel zu verstehen.
Unter den Kundgebungsteilnehmer*innen machte sich schnell Unmut über den lautstarken Gegenprotest breit. Die Reden der AfD waren zeitweise nicht zu verstehen.
AfD-Mitglieder versuchten durch das Verteilen kostenloser Ohrstöpsel gegenzusteuern
Immer wieder versuchten AfD-Sympathisantinnen, die zahlreich anwesenden Gegendemonstrantinnen zu fotografieren.
Die Oldenburger Schauspielerin und Neonazifunktionärin Imke Barnstedt (im Bild links) auf der AfD Veranstaltung
Gegen die AfD in Oldenburg protestierten mehr als 200 Menschen.
Bereits im Vorfeld, während des Kommunalwahlkampfs tauchten im Oldenburger Stadtgebiet Plakate auf, die sich kritisch mit den Inhalten der AfD auseinandersetzen.
Nach Kundgebungsende kam es kurzzeitig zu Tumulten, als eine Gruppe AfDler um Armin Paul Hampel versuchte, den Ort durch die Gegenkundgebung zu verlassen. Nachdem Hampel einen Gegendemonstranten schubste, kam es laut Polizeibericht zu einer “wechselseitigen Körperverletzung”. Die Polizei brachte die Parteimitglieder daraufhin zuräck auf den Kundgebungsplatz und fürte mit teils unverhältnismäßige Gewalteinsatz Festnahmen bei Gegendemonstrat*innen durch.
Festnahme unter den Augen der AfD, welche den Polizeieinsatz teils mit Beifall quittierte…
Zitieren
Recherche Nord: Kundgebung der AfD-Niedersachsen in Oldenburg, Oldenburg, 09.09.2016.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2016-09-09/