Under Construction. Funktioniert irgendwas nicht? Schreib uns.
Zum Hauptinhalt springen
Fehlgeplante Kundgebung in Magdeburg

Fehlgeplante Kundgebung in Magdeburg

Am 21. Januar 2023 führte die neonazistische »Neue Stärke Partei« (NSP) eine Kundgebung in Magdeburg durch.

Magdeburg 127 Bilder
Fehlgeplante Kundgebung in Magdeburg
Die Mobilisierung zu der Veranstaltung lief relativ kurzfristig. So wurde die Veranstaltung erstmals am 13. Januar, knapp eine Woche vor Veranstaltungsdatum über den Telegramkanal der »Neue Stärke Partei« beworben. Neben gruppeninterner Mobilisierung gab es keine, zumindest keine öffentlichkeitswirksamen Versuche die Veranstaltung zu bewerben.

Die Mobilisierung zu der Veranstaltung lief relativ kurzfristig. So wurde die Veranstaltung erstmals am 13. Januar, knapp eine Woche vor Veranstaltungsdatum über den Telegramkanal der »Neue Stärke Partei« beworben. Neben gruppeninterner Mobilisierung gab es keine, zumindest keine öffentlichkeitswirksamen Versuche die Veranstaltung zu bewerben.

Erste Teilnehmende sammelten sich ab 14 Uhr beim Vorabtreffpunkt am Neustädter Bahnhof in Magdeburg. Dort wurde jedoch nicht lange verweilt - in Kleingruppen zogen anreiste Neonazis dann zum eigentlichen Kundgebungsort, dem Neustädter Friedhof an der Lübecker Straße in Magdeburg. Die Anreise verlief schleppend: wenige Minuten vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn sammelten sich lediglich etwa 25 Personen vor dem Eingangstor des Friedhofs. Eine Zahl die dann im Verlauf des Tages nur unwesentlich anwuchs. Am Ende konnte die neonazistische Splitterpartei insgesamt 35 Personen mobilisieren.

Erste Teilnehmende sammelten sich ab 14 Uhr beim Vorabtreffpunkt am Neustädter Bahnhof in Magdeburg. Dort wurde jedoch nicht lange verweilt - in Kleingruppen zogen anreiste Neonazis dann zum eigentlichen Kundgebungsort, dem Neustädter Friedhof an der Lübecker Straße in Magdeburg. Die Anreise verlief schleppend: wenige Minuten vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn sammelten sich lediglich etwa 25 Personen vor dem Eingangstor des Friedhofs. Eine Zahl die dann im Verlauf des Tages nur unwesentlich anwuchs. Am Ende konnte die neonazistische Splitterpartei insgesamt 35 Personen mobilisieren.

Der ursprüngliche Plan der Neonazis eine »Gedenkkundgebung« auf dem Friedhof durchzuführen scheiterte an der Friedhofsverwaltung - diese erklärten den Friedhof kurzerhand für geschlossen. So mussten die »Neue Stärke« ihre Kundgebung vor dem Eingangstor des Neustädter Friedhofs durchführen. Teilnehmende posierten anschließend mit Fahnen der Neonaziorganisation vor dem Eingangsbereich. Das es der Neuen Stärke Partei weniger um das »Gedenken« der Bombardierung Magdeburgs im 2. Weltkrieg ging sondern vielmehr allgemein um Propaganda zeigte sich auch am mitgeführten Transparent. So wurde hier auf einen Ortsbezug verzichtet.

Der ursprüngliche Plan der Neonazis eine »Gedenkkundgebung« auf dem Friedhof durchzuführen scheiterte an der Friedhofsverwaltung - diese erklärten den Friedhof kurzerhand für geschlossen. So mussten die »Neue Stärke« ihre Kundgebung vor dem Eingangstor des Neustädter Friedhofs durchführen. Teilnehmende posierten anschließend mit Fahnen der Neonaziorganisation vor dem Eingangsbereich. Das es der Neuen Stärke Partei weniger um das »Gedenken« der Bombardierung Magdeburgs im 2. Weltkrieg ging sondern vielmehr allgemein um Propaganda zeigte sich auch am mitgeführten Transparent. So wurde hier auf einen Ortsbezug verzichtet.

Mit etwa einstündiger Verspätung, gegen 16:00 Uhr begann dann die eigentliche Kundgebung. Die Veranstaltungsteilnehmenden führten dabei vereinzelt Fackeln mit. Die Polizei, welche die Kundgebung mit einem großen Aufgebot begleitete, erlaubte deren Verwendung. Eröffnet wurde die Kundgebung durch einen Redebeitrag des Neonazis Florian Reibe aus Erfurt der augenscheinlich mit aufkommenden Wind zu kämpfen hatte. Daneben gab es Musik aus der »Konserve« - über zwei aufgestellte Boxen wurden neonazistische Musikstücke dargeboten. Als zweite und letzte Rednerin trat dann die Neonazistin Sabrina Töpfer von der Gruppierunbg Neue Stärke Erfurt ans Mikrophon.

Mit etwa einstündiger Verspätung, gegen 16:00 Uhr begann dann die eigentliche Kundgebung. Die Veranstaltungsteilnehmenden führten dabei vereinzelt Fackeln mit. Die Polizei, welche die Kundgebung mit einem großen Aufgebot begleitete, erlaubte deren Verwendung. Eröffnet wurde die Kundgebung durch einen Redebeitrag des Neonazis Florian Reibe aus Erfurt der augenscheinlich mit aufkommenden Wind zu kämpfen hatte. Daneben gab es Musik aus der »Konserve« - über zwei aufgestellte Boxen wurden neonazistische Musikstücke dargeboten. Als zweite und letzte Rednerin trat dann die Neonazistin Sabrina Töpfer von der Gruppierunbg Neue Stärke Erfurt ans Mikrophon.

Den angereisten Neonazis wurde von der Versammlungsbehörde zugestanden, zwecks Abreise einen Aufzug bis zum Neustädter Bahnhof in Magdeburg durchzuführen. Der dann einsetzende Demonstrationszug stoppte allerdings nicht an der Rückseite des Neustädter Bahnhof, sondern bewegte sich anschließend wieder zum Friedhof. Dort wurde die Veranstaltung dann vollends für beendet erklärt. Die angereisten Neonazis bewegten sich abschließend in Kleingruppen vom Veranstaltungsort weg.

Den angereisten Neonazis wurde von der Versammlungsbehörde zugestanden, zwecks Abreise einen Aufzug bis zum Neustädter Bahnhof in Magdeburg durchzuführen. Der dann einsetzende Demonstrationszug stoppte allerdings nicht an der Rückseite des Neustädter Bahnhof, sondern bewegte sich anschließend wieder zum Friedhof. Dort wurde die Veranstaltung dann vollends für beendet erklärt. Die angereisten Neonazis bewegten sich abschließend in Kleingruppen vom Veranstaltungsort weg.

Der Friedhof war verschlossen. Die Gruppe sammelte sich daraufhin vor den Eingangstoren.

Der Friedhof war verschlossen. Die Gruppe sammelte sich daraufhin vor den Eingangstoren.

Dass der Friedhof verschlossen war, war den Veranstaltungsteilnehmer:innen sichtlich unangenehm und peinlich.

Dass der Friedhof verschlossen war, war den Veranstaltungsteilnehmer:innen sichtlich unangenehm und peinlich.

Die ankommende Gegendemonstration war für den Teilnehmenden der gescheiterten Kundgebung eine Provokation.

Die ankommende Gegendemonstration war für den Teilnehmenden der gescheiterten Kundgebung eine Provokation.

Die Partei nutzte die Zusammenkunft nur vordergründig zum Gedenken. Es wurde schon bei der Ankunft Alkohol konsumiert, gepöbelt, gewitzelt und viel rumgemackert. Trauerstimmung kam nicht auf. Andere rechte Parteien und Gruppen legen hier mehr Wert auf ihr auftreten.

Die Partei nutzte die Zusammenkunft nur vordergründig zum Gedenken. Es wurde schon bei der Ankunft Alkohol konsumiert, gepöbelt, gewitzelt und viel rumgemackert. Trauerstimmung kam nicht auf. Andere rechte Parteien und Gruppen legen hier mehr Wert auf ihr auftreten.

Die Fackeln wurden noch bei Tageslicht angezündet.

Die Fackeln wurden noch bei Tageslicht angezündet.

Florian Reibe hielt die erste Rede. Er nutzte eine Wortwahl, die sonst verwendet wird die Shoa / den Holocaust zu beschreiben.

Florian Reibe hielt die erste Rede. Er nutzte eine Wortwahl, die sonst verwendet wird die Shoa / den Holocaust zu beschreiben.

Sabrina Töpfer hielt zwei mal die gleiche Rede an diesem Abend.

Sabrina Töpfer hielt zwei mal die gleiche Rede an diesem Abend.

Zitieren

Recherche Nord: Fehlgeplante Kundgebung in Magdeburg, Magdeburg, 21.01.2023. Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2023-01-21-md/
Recherche Nord

Bevor Sie herunterladen

Danke für Ihr Interesse an dieser Dokumentation.

Die Aufnahmen entstehen ehrenamtlich, die Fahrten, die Ausrüstung und die juristische Absicherung bezahlen wir selbst. Wenn Sie das Material verwenden, unterstützen Sie bitte die Arbeit, die dahintersteht.

Nutzungsbedingungen

Wenn nicht anders gekennzeichnet, stehen die hier veröffentlichten Bilder unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC 4.0. Nichtkommerzielle Nutzung durch Einzelpersonen, Initiativen und Internetseiten ist damit ohne Rückfrage erlaubt, unter Nennung der Urheber:innen und der Rechteangaben. Über einen kurzen Hinweis freuen wir uns trotzdem.

Ergänzend zur Lizenz gilt: von der freien Nutzung ausgenommen sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten oder neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

Die kommerzielle Verwendung von Bild- und Videomaterial durch Agenturen, Internetseiten, Medien und andere bedarf einer vorherigen Lizenzvereinbarung und ist an ein Honorar gebunden. Bei Säumnis wird die übliche Lizenzgebühr zuzüglich Säumniszuschlag fällig.

Bildnachweis
© recherche-nord — Fehlgeplante Kundgebung in Magdeburg, 21.01.2023
Arbeit unterstützen

Unterstützt unabhängige Recherchen

Als nicht gewinnorientierte Rechercheplattform freuen wir uns über Unterstützung von Dir, um unsere Arbeit auszubauen.

Die Unterstützung fließt direkt in unsere Arbeit: Dokumentation von Veranstaltungen, investigative Recherchen im Themenfeld, Aufarbeitung und Verarbeitung von Informationen und Rechercheergebnissen.

Unterstützen