"Volkstrauertag" der Jungen Alternative in Dortmund
Die »Junge Alternative« (JA) in Nordrhein-Westfalen veranstaltete am 17. November in Dortmund Syburg gemeinsam mit der AfD ihre jährliches »Heldengedenken« zum »Volkstrauertag«.
Die »Junge Alternative« (JA) in Nordrhein-Westfalen veranstaltete am 17. November in Dortmund Syburg gemeinsam mit der AfD ihre jährliches »Heldengedenken« zum »Volkstrauertag«.
Zu den Teilnehmenden der Veranstaltung gehörte auch Matthias Helferich. Der Bundestagsabgeordnete, der sich 2017 in einem Facebook-Chat als „das freundliche Gesicht des NS“ bezeichnet hatte, wird dem rechten Rand der Rechtsaußenpartei zugerechnet.
Neben seiner selbsterklärten Nähe zum Nationalsozialismus soll Helferich Kontakte zu Altnazis gepflegt, Migranten indirekt als „Viecher“ bezeichnet und Parteimitglieder bedroht haben. Ein AfD-Schiedsgericht entschied im Juli 2024 für den Rauswurf des Dortmunder MdB aus der Partei - Helferich selbst akzeptierte die Enscheidung nicht und verwies auf das AfD-Bundesschiedgericht.
Helferich, hier auf einer Veranstaltung des von Sicherheitsbehörden als »gesichert rechtsextrem« eingestufen »Institut für Staatspolitik « (IfS) im Juli 2024 gilt als inniger Unterstützer der AfD-Jugendorganisation »Jungen Alternative«.
Die Nähe zum Nationalsozialimus wird auch bei anderen Veranstaltungen der »Jungen Alternative« in Nordrhein-Westfalen zelebriert - im Juni 2023 zeigt ein Besucher einer JA-Veranstaltung in Dortmund-Dorstfeld gegenüber Medienvertreter:innen den Hitlergruß.
Helferichs Anwesenheit auf der Veranstaltung am 17. November in Dortmund Syburg dürfte daher kein Zufall gewesen sein und zeigt abermals das die AfD in Nordrhein-Westfalen keinerlei Berührungsängst mit Personen besitzt, die sich dem Nationalsozialismus verbunden fühlen - schließlich werden Helferichs Aktivitäten weiterhin direkt von der AfD-Dortmund auf deren Internetseite beworben. Hier scheinen die Reihen geschlossen.
An der »Gedenkveranstaltung« der »Jungen Alternative« in Dortmund Syburg nahmen rund 50 Personen teil.
Die Veranstaltung findet inzwischen jährlich statt. Im Vorjahr gehörte auch Björn Höcke von der AfD Thüringen zu den Teilnehmenden.
Die Anreise wurde augenscheinlich unter anderem durch das JA-Bundesvorstandsmitglied Nils Hartwig koordiniert. Hartwig selbst wird von Beobachter:innen aus Nordrhein-Westfalen der Identitären Bewegung zugerechnet.
Zu den Organisationsstrukturen gehörte auch die AfD-Arnsberg. Deren Vorsitzender Christian Zaum hielt im Rahmen der Veranstaltung, wie bereits im Vorjahr, die Eröffnungrede.
Zitieren
Recherche Nord: "Volkstrauertag" der Jungen Alternative in Dortmund, Dortmund, 17.11.2024.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2024-11-17-d/