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Bundesparteitag der Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) in Bernsdorf

Bundesparteitag der Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) in Bernsdorf

Am 23.11.2024 fand in der Gaststätte »Goldener Hirsch« im sächsischen Bernsdorf der diesjährige Bundesparteitag der Neonazi-Partei »Die Heimat« (ehemals NPD) statt.

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Bundesparteitag der Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) in Bernsdorf
Am 23.11.2024 fand in der Gaststätte »Goldener Hirsch« im sächsischen Bernsdorf der diesjährige Bundesparteitag der Neonazi-Partei »Die Heimat« (ehemals NPD) statt.

Am 23.11.2024 fand in der Gaststätte »Goldener Hirsch« im sächsischen Bernsdorf der diesjährige Bundesparteitag der Neonazi-Partei »Die Heimat« (ehemals NPD) statt.

Der Parteitag wurde mit Spannung erwartet - stand hier doch nach internen Zerwürfnissen ein neuer Bundesvorstand zur Wahl.

Der Parteitag wurde mit Spannung erwartet - stand hier doch nach internen Zerwürfnissen ein neuer Bundesvorstand zur Wahl.

Erst im vergangenen Jahr hatte sich die langjährige Neonazi-Partei NPD auf ihrem Bundesparteitag in Riesa einen neuen Namen gegeben. Unter der neuen Bezeichnung »Die Heimat« sollten neue strategische Allianzen geknüpft und Unterstützer:innen gewonnen werden.

Erst im vergangenen Jahr hatte sich die langjährige Neonazi-Partei NPD auf ihrem Bundesparteitag in Riesa einen neuen Namen gegeben. Unter der neuen Bezeichnung »Die Heimat« sollten neue strategische Allianzen geknüpft und Unterstützer:innen gewonnen werden.

Auch sollte so bei der Europawahl 2023 der Einzug ins Europäische Parlament gewährleistet werden. Ein Unterfangen, dass letztlich scheiterte.

Auch sollte so bei der Europawahl 2023 der Einzug ins Europäische Parlament gewährleistet werden. Ein Unterfangen, dass letztlich scheiterte.

Die Umbenennung ging vor allem auf die Initaitive des bisherigen Bundesvorstands um den NPD-Bundesvorsitzenden Frank Franz (hier bei einer Demonstration am 01.Mai 2018 in Erfurt) zurück.

Die Umbenennung ging vor allem auf die Initaitive des bisherigen Bundesvorstands um den NPD-Bundesvorsitzenden Frank Franz (hier bei einer Demonstration am 01.Mai 2018 in Erfurt) zurück.

Dessen Strategie der Umbenennung stieß nicht nur auf Gegenliebe - am Ende spalteten sich verschiedene Landesverbände von der nun in »Die Heimat« umbenannten Partei ab und führten die NPD als eigenständige Partei fort.

Dessen Strategie der Umbenennung stieß nicht nur auf Gegenliebe - am Ende spalteten sich verschiedene Landesverbände von der nun in »Die Heimat« umbenannten Partei ab und führten die NPD als eigenständige Partei fort.

Der Bundesvorstand der Partei »Die Heimat« geht seitdem juristisch gegen die »neue« NPD vor. In dem Rechtsstreit geht es nicht nur um die Namensgebung, sondern insbesondere um Vermögenswerte und Immobilien der Partei und wer zukünftig darauf Zugriff hat.

Der Bundesvorstand der Partei »Die Heimat« geht seitdem juristisch gegen die »neue« NPD vor. In dem Rechtsstreit geht es nicht nur um die Namensgebung, sondern insbesondere um Vermögenswerte und Immobilien der Partei und wer zukünftig darauf Zugriff hat.

Und auch ohne das juristische Tauziehen sah sich der bisherige Bundesvorstand mit Unmut in der nun umbenannten Partei konfrontiert.

Und auch ohne das juristische Tauziehen sah sich der bisherige Bundesvorstand mit Unmut in der nun umbenannten Partei konfrontiert.

Die großen Ankündigungen und Versprechen, mit einem neuen Namen wieder auf die parlamentarische »Erfolgsspur« zu kommen, erwiesen sich als Luftschlösser. Bei der Europawahl scheiterte die Partei kläglich.

Die großen Ankündigungen und Versprechen, mit einem neuen Namen wieder auf die parlamentarische »Erfolgsspur« zu kommen, erwiesen sich als Luftschlösser. Bei der Europawahl scheiterte die Partei kläglich.

Interne Schuldzuweisungen und ein immer handlungsunfähigerer Bundesvorstand erhöhten den Druck vor dem nun stattgefundenen Bundesparteitag.

Interne Schuldzuweisungen und ein immer handlungsunfähigerer Bundesvorstand erhöhten den Druck vor dem nun stattgefundenen Bundesparteitag.

Angesichts des enormen Drucks erschienen Teile des amtierenden Bundesvorstands erst gar nicht zum Parteitag - selbst der Bundesvorsitzende zog es vor, familiäre und gesundheitliche Gründe vorzuschieben, um nicht an dem Parteitag teilnehmen zu müssen.

Angesichts des enormen Drucks erschienen Teile des amtierenden Bundesvorstands erst gar nicht zum Parteitag - selbst der Bundesvorsitzende zog es vor, familiäre und gesundheitliche Gründe vorzuschieben, um nicht an dem Parteitag teilnehmen zu müssen.

Auch andere Bundesvorstandsmitglieder blieben der Veranstaltung fern. Sei es weil berufliche Termine einer Teilnahme im Wege standen und auch weil körperliche Auseinandersetzungen zu erwarten waren.

Auch andere Bundesvorstandsmitglieder blieben der Veranstaltung fern. Sei es weil berufliche Termine einer Teilnahme im Wege standen und auch weil körperliche Auseinandersetzungen zu erwarten waren.

So wurden dem bisherigen Organisationsleiter der Partei, der langjährige Parteikader Patrick Wieschke aus Thüringen, »schmerzhafte Konsequenzen« im Vorfeld des Parteitags angedroht. Wieschke hatte in einem Gerichtsverfahren gegen Neonazis der Gruppierung »Knockout 51« ausgesagt - dies wurde als Verrat an den Strukturen gewertet.

So wurden dem bisherigen Organisationsleiter der Partei, der langjährige Parteikader Patrick Wieschke aus Thüringen, »schmerzhafte Konsequenzen« im Vorfeld des Parteitags angedroht. Wieschke hatte in einem Gerichtsverfahren gegen Neonazis der Gruppierung »Knockout 51« ausgesagt - dies wurde als Verrat an den Strukturen gewertet.

All dies führte dazu, dass sich ein Teil des amtierenden Bundesvorstands schon im Vorfeld zurückzog.

All dies führte dazu, dass sich ein Teil des amtierenden Bundesvorstands schon im Vorfeld zurückzog.

Ursprünglich sollte der nun stattgefundene Parteitag im Geheimen stattfinden - die Partei wollte unter sich bleiben. So legten die Organisationsstrukturen großen Wert darauf, dass keine Informationen im Vorfeld an die Öffentlichkeit gelangten.

Ursprünglich sollte der nun stattgefundene Parteitag im Geheimen stattfinden - die Partei wollte unter sich bleiben. So legten die Organisationsstrukturen großen Wert darauf, dass keine Informationen im Vorfeld an die Öffentlichkeit gelangten.

Als Veranstaltungsort griff die Neonazi-Partei auf die Gaststätte »Goldener Hirsch« in Bernsdorf zurück - für Neonazis eine einschlägige Adresse. Hier treffen sich regelmäßig auch die »Freien Sachsen«.

Als Veranstaltungsort griff die Neonazi-Partei auf die Gaststätte »Goldener Hirsch« in Bernsdorf zurück - für Neonazis eine einschlägige Adresse. Hier treffen sich regelmäßig auch die »Freien Sachsen«.

Einen Tag vor dem nun stattgefundenen Bundesparteitag der Partei »Die Heimat« fand dort die Jahresabschlussfeier der »Freien Sachsen« statt.

Einen Tag vor dem nun stattgefundenen Bundesparteitag der Partei »Die Heimat« fand dort die Jahresabschlussfeier der »Freien Sachsen« statt.

Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass der sächsische Landesvorsitzende Peter Schreiber sich auf das vakant gewordene Amt des Bundesvorsitzenden bewerben wolle - letztlich wurde er ohne Gegenkandidatur gewählt. Alle anderen Vorgeschlagenen lehnten umgehend ab.

Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass der sächsische Landesvorsitzende Peter Schreiber sich auf das vakant gewordene Amt des Bundesvorsitzenden bewerben wolle - letztlich wurde er ohne Gegenkandidatur gewählt. Alle anderen Vorgeschlagenen lehnten umgehend ab.

Durch die Übernahme von Peter Schreiber dürfte sich das Machtzentrum der Partei weiter nach Sachsen verschieben.

Durch die Übernahme von Peter Schreiber dürfte sich das Machtzentrum der Partei weiter nach Sachsen verschieben.

Eine Stärkung der Partei ist jedoch nicht zu erwarten. Der neuen Bundesvorsitzende Peter Schreiber ist gleichzeitig Abgeordneter der Partei »Freie Sachsen« - angesichts der weltanschaulichen Ausrichtung beider Parteien kein wirklicher Interessenskonflikt.

Eine Stärkung der Partei ist jedoch nicht zu erwarten. Der neuen Bundesvorsitzende Peter Schreiber ist gleichzeitig Abgeordneter der Partei »Freie Sachsen« - angesichts der weltanschaulichen Ausrichtung beider Parteien kein wirklicher Interessenskonflikt.

Dennoch dürfte Peter Schreiber angesichts seiner vielfältigen Aktivitäten, auch als Verantwortlicher des »Deutsche Stimme Verlags«,Moderator vom »Deutsche Stimme TV« und nicht zuletzt aufgrund seiner Aktivitäten bei den »Freien Sachsen« seine Schwerpunkte anders setzen als von den in Bernsdorf versammelten Delegierten erwartet.

Dennoch dürfte Peter Schreiber angesichts seiner vielfältigen Aktivitäten, auch als Verantwortlicher des »Deutsche Stimme Verlags«,Moderator vom »Deutsche Stimme TV« und nicht zuletzt aufgrund seiner Aktivitäten bei den »Freien Sachsen« seine Schwerpunkte anders setzen als von den in Bernsdorf versammelten Delegierten erwartet.

Die Deligierten des Parteitags reisten aus verschiedenen Bundesländern an. Neben Deligierten und Amtsträger:innen wurden auch »Gäste« zur Veranstaltung zugelassen.

Die Deligierten des Parteitags reisten aus verschiedenen Bundesländern an. Neben Deligierten und Amtsträger:innen wurden auch »Gäste« zur Veranstaltung zugelassen.

Insgesamt nahmen letztlich 89 offizielle Deligierte der Partei an der Veranstaltung in Bernsdorf teil.

Insgesamt nahmen letztlich 89 offizielle Deligierte der Partei an der Veranstaltung in Bernsdorf teil.

Zitieren

Recherche Nord: Bundesparteitag der Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) in Bernsdorf, Bernsdorf, 23.11.2024. Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2024-11-23/
Recherche Nord

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Bildnachweis
© recherche-nord — Bundesparteitag der Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) in Bernsdorf, 23.11.2024
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