Kundgebungstour von Neonazis im Ruhrgebiet
Am Freitag, den 12. September, führte die neonazistische Partei "Die Heimat" eine Kundgebungstour durch Dortmund, Bochum und Essen durch - mit überschaubarem Erfolg.
Am Freitag, den 12. September, führte die neonazistische Partei “Die Heimat” eine Kundgebungstour durch Dortmund, Bochum und Essen durch - mit überschaubarem Erfolg.
Bereits um 10:30 Uhr begann die erste Kundgebung in Dortmund. Vor Ort waren nur 17 Teilnehmende. Auch über den gesamten Tag hinweg blieb die Zahl konstant niedrig – mehr als 17 wurden es nicht.
Auftritte hatten die bekannten Szene-Kader Sascha Krolzig, Sven Skoda, Claus Cremer, Jens Oberste-Berghaus sowie Raik Helm. Die Reden drehten sich um die üblichen Themen der Partei und waren klar neonazistisch geprägt.
Jens Oberste-Berghaus kandidierte nicht nur für das Ruhr-Parlament, sondern ist derzeit mitverantwortlich für den Wiederaufbau des sogenannten “Ordnungsdienst” der Partei &uot;Die Heimat" im Bundesland NRW.
Die Kundgebungen wurden von Gegenprotest begleitet - dabei wurde die Versammlung lautstark übertönt, so dass die Kundgebungsreden für Passant:innen kaum wahrnehmbar waren. Auch der Versuch, neue Menschen anzusprechen, scheiterte: Die Innenstädte waren leer, und die wenigen Anwesenden reagierten eher mit Ablehnung als mit Interesse.
Zum Abschluss sorgte Raik Helm unfreiwillig für Unterhaltung: Bei der Abfahrt in Bochum rammte er mit dem Auto der Dortmunder Neonazis eine Laterne. Verletzt wurde niemand, aber der Tag endete für die Neonazis mit einem zusätzlichen Dämpfer.
Die Tour zeigt erneut: Die Heimat investiert derzeit verstärkt in Straßenpräsenz, mit der sie vor allem Jugendliche mobilisiert und dauerhaft an die Szene bindet. Abseits davon ist ihre Einfluss aber überschaubar.
Zitieren
Recherche Nord: Kundgebungstour von Neonazis im Ruhrgebiet, Ruhrgebiet, 12.09.2025.
Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2025-09-12-r/