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Militant Neonazi-Youth beim "Offenen Abend" in Dortmund

Militant Neonazi-Youth beim "Offenen Abend" in Dortmund

Offener Abend mit Ex-C18. In Dortmund trafen sich erneut Neonazis zum „offenen Abend“. Hier geht es um Einbindung und ideologische Festigung vom politischen Nachwuchs. Vor Ort waren auch ehemalige Aktivisten der verbotenen Gruppe „Combat 18“.

Dortmund 25 Bilder
Erklärtafeln SA Brothers of Honour
Militant Neonazi-Youth beim "Offenen Abend" in Dortmund
Darüber hinaus sollen hier neue Personen schrittweise und langfristig in den neonazistischen Sozialraum eingebunden werden. Dies geschieht über persönliche Kontakte, regelmäßige Begegnungen und eine gezielte soziale Einbindung in die Strukturen.

Darüber hinaus sollen hier neue Personen schrittweise und langfristig in den neonazistischen Sozialraum eingebunden werden. Dies geschieht über persönliche Kontakte, regelmäßige Begegnungen und eine gezielte soziale Einbindung in die Strukturen.

Die Strategie der „Offenen Abende“, insbesondere zur Ansprache von Jugendlichen und potenziellen Unterstützenden, hat der lokalen Szene in den vergangenen Monaten dazu verholfen, neue Personen an ihre Strukturen heranzuführen. Die Treffen finden dabei im zweiwöchigen Rhythmus statt und werden abwechselnd auch in Essen durchgeführt.

Die Strategie der „Offenen Abende“, insbesondere zur Ansprache von Jugendlichen und potenziellen Unterstützenden, hat der lokalen Szene in den vergangenen Monaten dazu verholfen, neue Personen an ihre Strukturen heranzuführen. Die Treffen finden dabei im zweiwöchigen Rhythmus statt und werden abwechselnd auch in Essen durchgeführt.

Zuletzt ist die Zahl neuer Teilnehmenden bei den Treffen zurückgegangen. Dafür lassen sich mehrere Gründe benennen: Zum einen führten interne disziplinarische Maßnahmen, insbesondere gegenüber Jugendlichen, zu Spannungen innerhalb der Szene. Die internen Gewaltandrohungen wurden nicht durchweg positiv aufgenommen, was dazu führte, dass sich einzelne Jugendliche wieder zurückzogen.

Zuletzt ist die Zahl neuer Teilnehmenden bei den Treffen zurückgegangen. Dafür lassen sich mehrere Gründe benennen: Zum einen führten interne disziplinarische Maßnahmen, insbesondere gegenüber Jugendlichen, zu Spannungen innerhalb der Szene. Die internen Gewaltandrohungen wurden nicht durchweg positiv aufgenommen, was dazu führte, dass sich einzelne Jugendliche wieder zurückzogen.

Zum anderen erschweren anti-neonazistische Proteste sowie eine erhöhte Polizeipräsenz die Teilnahme für neue Interessierte. Die Treffen stehen dadurch stärker im öffentlichen Fokus, sodass eine unauffällige Teilnahme zunehmend schwieriger wird. Diese Faktoren erhöhen die Hürden insbesondere bei den „Offenen Abenden“, auch wenn der Szene weiterhin andere Zugangswege zur Verfügung stehen.

Zum anderen erschweren anti-neonazistische Proteste sowie eine erhöhte Polizeipräsenz die Teilnahme für neue Interessierte. Die Treffen stehen dadurch stärker im öffentlichen Fokus, sodass eine unauffällige Teilnahme zunehmend schwieriger wird. Diese Faktoren erhöhen die Hürden insbesondere bei den „Offenen Abenden“, auch wenn der Szene weiterhin andere Zugangswege zur Verfügung stehen.

Personen, insbesondere Jugendliche, die trotz der Hürden weiterhin an den Treffen teilnehmen, werden zunehmend fest in die neonazistischen Strukturen eingebunden.

Personen, insbesondere Jugendliche, die trotz der Hürden weiterhin an den Treffen teilnehmen, werden zunehmend fest in die neonazistischen Strukturen eingebunden.

Bei einzelnen verfestigt sich dabei eine ideologische Ausrichtung, die sich klar an  nationalsozialistischen Positionen orientiert. Damit entsteht in der Region ein Milieu, aus dem sich potenziell eine neue Generation  radikalisierter Akteure entwickeln kann.

Bei einzelnen verfestigt sich dabei eine ideologische Ausrichtung, die sich klar an nationalsozialistischen Positionen orientiert. Damit entsteht in der Region ein Milieu, aus dem sich potenziell eine neue Generation radikalisierter Akteure entwickeln kann.

Zuletzt nahmen an den Veranstaltungen in Dortmund und Essen erneut langjährige Szeneangehörige und deren Umfeld teil, die insbesondere im subkulturell geprägten RechtsRock-Milieu aktiv sind.

Zuletzt nahmen an den Veranstaltungen in Dortmund und Essen erneut langjährige Szeneangehörige und deren Umfeld teil, die insbesondere im subkulturell geprägten RechtsRock-Milieu aktiv sind.

Dies verweist einerseits auf die Akzeptanz der „offenen Treffen“ auch durch etablierte Akteure der Szene. Andererseits ist die Beteiligung vor dem Hintergrund einer für den 1. Mai in Essen geplanten Demonstration zu sehen, für deren Organisation und Mobilisierung die lokale Szene auf die Unterstützung erfahrener Kader angewiesen zu sein scheint.

Dies verweist einerseits auf die Akzeptanz der „offenen Treffen“ auch durch etablierte Akteure der Szene. Andererseits ist die Beteiligung vor dem Hintergrund einer für den 1. Mai in Essen geplanten Demonstration zu sehen, für deren Organisation und Mobilisierung die lokale Szene auf die Unterstützung erfahrener Kader angewiesen zu sein scheint.

Vor Ort war mit Marco Gottschalk auch eine Führungsfigur der am 23. Januar 2020 verbotenen neonazistischen Organisation „Combat 18“ (C18). Der Name steht für „Combat 18“ – der Zahlencode ist eine Anspielung auf „Adolf Hitler“. Gottschalk gehörte zum Zeitpunkt des Verbots zu den führenden Mitgliedern der schwedischen Sektion 
da er auch zeitweise in Schweden wohnhaft war.

Vor Ort war mit Marco Gottschalk auch eine Führungsfigur der am 23. Januar 2020 verbotenen neonazistischen Organisation „Combat 18“ (C18). Der Name steht für „Combat 18“ – der Zahlencode ist eine Anspielung auf „Adolf Hitler“. Gottschalk gehörte zum Zeitpunkt des Verbots zu den führenden Mitgliedern der schwedischen Sektion da er auch zeitweise in Schweden wohnhaft war.

Zitieren

Recherche Nord: Militant Neonazi-Youth beim "Offenen Abend" in Dortmund, Dortmund, 24.04.2026. Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2026-04-24/
Recherche Nord

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Bildnachweis
© recherche-nord — Militant Neonazi-Youth beim "Offenen Abend" in Dortmund, 24.04.2026
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