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III.Weg: Aufbau von Nazi-Kadern

III.Weg: Aufbau von Nazi-Kadern

"Tag der Heimattreue" in Hilchenbach

Hilchenbach 150 Bilder
III.Weg: Aufbau von Nazi-Kadern
Abgeschottet von der Öffentlichkeit: Rund 100 Neonazis aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz sowie Gäste aus Tschechien und Italien trafen sich am 3. Oktober 2026 beim sogenannten „Tag der Heimattreue“ des „III. Wegs“ in Hilchenbach, um sich zu vernetzen und Nachwuchskader auszubilden.

Abgeschottet von der Öffentlichkeit: Rund 100 Neonazis aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz sowie Gäste aus Tschechien und Italien trafen sich am 3. Oktober 2026 beim sogenannten „Tag der Heimattreue“ des „III. Wegs“ in Hilchenbach, um sich zu vernetzen und Nachwuchskader auszubilden.

Der „Tag der Heimattreue“ ist inzwischen ein fester Termin im Kalender der Neonazipartei „Der III. Weg“. Hilchenbach hat sich dabei für die Partei zum regionalen Schwerpunkt entwickelt: Hier unterhält sie eine eigene Immobilie, in der diese Treffen seit Jahren stattfinden.

Der „Tag der Heimattreue“ ist inzwischen ein fester Termin im Kalender der Neonazipartei „Der III. Weg“. Hilchenbach hat sich dabei für die Partei zum regionalen Schwerpunkt entwickelt: Hier unterhält sie eine eigene Immobilie, in der diese Treffen seit Jahren stattfinden.

Mit Reden, Schulungen, Wettbewerben, Liedermachern und Bands wird hier eine Neonazi-Parallelwelt geboten, die sowohl Mitglieder als auch Interessierte in eine geschlossene „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ einbindet.

Mit Reden, Schulungen, Wettbewerben, Liedermachern und Bands wird hier eine Neonazi-Parallelwelt geboten, die sowohl Mitglieder als auch Interessierte in eine geschlossene „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ einbindet.

Im Vorfeld machte „Der III. Weg“ mit Propagandaaktionen an der A4 und A45 mobil. Aktivisten hielten Plakate an Autobahnbrücken hoch. Das diente nicht nur der Werbung für den „Tag der Heimattreue“, sondern trug auch die Neonazi-Ideologie in den öffentlichen Raum. Zugleich schweißt das gemeinsame Auftreten die Szene zusammen: Es schafft Zugehörigkeit und bindet Aktive in die Parteiarbeit ein.

Im Vorfeld machte „Der III. Weg“ mit Propagandaaktionen an der A4 und A45 mobil. Aktivisten hielten Plakate an Autobahnbrücken hoch. Das diente nicht nur der Werbung für den „Tag der Heimattreue“, sondern trug auch die Neonazi-Ideologie in den öffentlichen Raum. Zugleich schweißt das gemeinsame Auftreten die Szene zusammen: Es schafft Zugehörigkeit und bindet Aktive in die Parteiarbeit ein.

Ein zentrales Element der Veranstaltung waren politische Reden, darunter ein Redebeitrag eines Vertreters der neofaschistischen italienischen Gruppierung CasaPound. Dieser bekräftigte die organisationsstrategische Leitlinie, eine „qualifizierte Minderheit aufzubauen“, die in Zukunft „fähig sei, Menschen zu führen“.

Ein zentrales Element der Veranstaltung waren politische Reden, darunter ein Redebeitrag eines Vertreters der neofaschistischen italienischen Gruppierung CasaPound. Dieser bekräftigte die organisationsstrategische Leitlinie, eine „qualifizierte Minderheit aufzubauen“, die in Zukunft „fähig sei, Menschen zu führen“.

Mit dieser politischen Agenda stehen die italienischen Faschisten auf einer Linie mit der Zielsetzung des „Dritten Weges“: Auch der Partei geht es nicht um die Organisation einer breiten faschistischen Massenbewegung, sondern um die Ausbildung von (Nachwuchs-)Kadern für eine kommende neofaschistische Elite.

Mit dieser politischen Agenda stehen die italienischen Faschisten auf einer Linie mit der Zielsetzung des „Dritten Weges“: Auch der Partei geht es nicht um die Organisation einer breiten faschistischen Massenbewegung, sondern um die Ausbildung von (Nachwuchs-)Kadern für eine kommende neofaschistische Elite.

Auf dem Programm standen neben einem politischen Wissenswettbewerb auch eine Rechtsschulung. Geleitet wurde sie von Mathias Bauernfeind, einem langjährigen Aktivisten der neonazistischen Szene, der inzwischen als Jurist tätig ist.​​​​​​​

Auf dem Programm standen neben einem politischen Wissenswettbewerb auch eine Rechtsschulung. Geleitet wurde sie von Mathias Bauernfeind, einem langjährigen Aktivisten der neonazistischen Szene, der inzwischen als Jurist tätig ist.​​​​​​​

Mit der Veranstaltung war Hilchenbach im Jahr 2026 bereits zum zweiten Mal Schauplatz eines bundesweit ausgerichteten neonazistischen Events. Bereits im Juli waren dort mehr als 200 Neonazis zusammengekommen, darunter auch Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern.

Mit der Veranstaltung war Hilchenbach im Jahr 2026 bereits zum zweiten Mal Schauplatz eines bundesweit ausgerichteten neonazistischen Events. Bereits im Juli waren dort mehr als 200 Neonazis zusammengekommen, darunter auch Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern.

Die Ausrichtung des „Tags der Heimattreue“ dient nach Einschätzung von Beobachtern vor allem dazu, neonazistische Aktivisten aus verschiedenen Regionen Deutschlands unter weitgehend abgeschirmten Bedingungen zu vernetzen, politisch zu schulen und den inneren Zusammenhalt der Szene zu stärken.

Die Ausrichtung des „Tags der Heimattreue“ dient nach Einschätzung von Beobachtern vor allem dazu, neonazistische Aktivisten aus verschiedenen Regionen Deutschlands unter weitgehend abgeschirmten Bedingungen zu vernetzen, politisch zu schulen und den inneren Zusammenhalt der Szene zu stärken.

Wie sehr eine kritische journalistische Berichterstattung dabei als störend wahrgenommen wird, zeigte sich auch vor Ort: Der Lokalkader Julian Bender und der Jurist Mathias Bauernfeind versuchten, eine Einschränkung der Pressearbeit unter Verweis auf eine angebliche Gefahrenlage und unter Einschaltung der Polizei durchzusetzen.

Wie sehr eine kritische journalistische Berichterstattung dabei als störend wahrgenommen wird, zeigte sich auch vor Ort: Der Lokalkader Julian Bender und der Jurist Mathias Bauernfeind versuchten, eine Einschränkung der Pressearbeit unter Verweis auf eine angebliche Gefahrenlage und unter Einschaltung der Polizei durchzusetzen.

Der „Tag der Heimattreue“ zeigt damit exemplarisch, wie „Der III. Weg“ politische Schulung, internationale Vernetzung und gemeinschaftsstiftende Aktivitäten miteinander verbindet. Die Veranstaltung dient nicht der politischen Selbstbeschäftigung, sondern schafft einen weitestgehend abgeschirmten Raum, in dem bestehende Kader gefestigt, neue Aktivist:innen eingebunden und politische sowie organisatorische Fertigkeiten vermittelt werden.

Der „Tag der Heimattreue“ zeigt damit exemplarisch, wie „Der III. Weg“ politische Schulung, internationale Vernetzung und gemeinschaftsstiftende Aktivitäten miteinander verbindet. Die Veranstaltung dient nicht der politischen Selbstbeschäftigung, sondern schafft einen weitestgehend abgeschirmten Raum, in dem bestehende Kader gefestigt, neue Aktivist:innen eingebunden und politische sowie organisatorische Fertigkeiten vermittelt werden.

Die Beteiligung europäische Neofaschist:innen und die damit verbundene Anbindung an internationale Netzwerke unterstreichen dabei den überregionalen Anspruch der Veranstaltung. Zugleich zeigt der Versuch, die journalistische Berichterstattung vor Ort einzuschränken, wie sehr die Partei darauf bedacht ist, die Kontrolle über die Außendarstellung dieser abgeschirmten Szeneveranstaltung zu behalten.

Die Beteiligung europäische Neofaschist:innen und die damit verbundene Anbindung an internationale Netzwerke unterstreichen dabei den überregionalen Anspruch der Veranstaltung. Zugleich zeigt der Versuch, die journalistische Berichterstattung vor Ort einzuschränken, wie sehr die Partei darauf bedacht ist, die Kontrolle über die Außendarstellung dieser abgeschirmten Szeneveranstaltung zu behalten.

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Recherche Nord: III.Weg: Aufbau von Nazi-Kadern, Hilchenbach, 03.10.2026. Recherche Nord, recherche-nord.com. https://recherche-nord.com/gallery/2026-10-06/
Recherche Nord

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Bildnachweis
© recherche-nord — III.Weg: Aufbau von Nazi-Kadern, 03.10.2026
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